Am 09. November fand die diesjährige Technische Tagung des SBRV in Vörstetten statt. Die Tagung dient dazu, das aktuelle Jahr zu betrachten, über aktuelle Themen zu sprechen, sowie Anträge und Stimmungsbilder der Vereine einzuholen, über die dann bei Bedarf beim nächsten Verbandstag abgestimmt werden können. Ralf Schick begrüßte alle Anwesenden und bedankte sich beim ASV Vörstetten für die – wieder einmal – sehr gelungene Ausrichtung. In seinem Rückblick auf das Jahr 2023 zählte Ralf unter anderem zahlreiche Termine auf, an denen er teilnahm und er ließ das Jahr Revue passieren.

Die Idee, die Deutschen Meisterschaften zusammen an einem Wochenende in Heidelberg durchzuführen, war großartig und insgesamt war die DM sicherlich für alle Ringkampffreunde ein tolles Ereignis. Einige Verbesserungsvorschläge wurden von SBRV ausgearbeitet und an den DRB weitergeleitet. Glückwünsche gingen vom SBRV an den SA Gries, der in diesem Jahr sein 100jähriges Jubiläum feierte, Ralf Schick lobte die Freundschaft zwischen dem SBRV und den elsässischen Vereinen.

Ralf war unter anderem auf dem Herzogenhorn beim Lehrgangstreffen der südbadischen Kampfrichter:innen, ein sehr schönes Wochenende – Ralf wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der SBRV immer noch zu wenig Kampfrichter:innen hat und alle Vereine doch bitte in ihren Reihen prüfen sollen, ob es eventuell potentielle Kandidaten gibt. Neben regelmäßigen Sitzungen mit dem geschäftsführenden Präsidium, sowie ARGE-Sitzungen, Sitzungen beim Badischen Sportbund, Treffen bzgl. Schulprojekten, einem Besuch beim Eurocamp in Freiburg, an dem 90 Ringerinnen und Ringer aus sechs Nationen teilnahmen, der Kassenprüfung beim DRB in Dortmund und einem Treffen bei der Sparkasse Freiburg, u.a. mit Aline Rotter-Focken, bei der ein Scheck in Höhe von 10.000 Euro für die neue Matte am OSP überreicht wurde, war Ralf auch gemeinsam mit Werner Schüler bei der Premiere des Kinofilms Fitness California – wie man eine extra Meile geht. Ralf legt den sehr gelungenen Kinofilm allen sehr ans Herz, da die Ringeridole Mario Sabatini, Bernd Fleig und Adolf Seger zeigen, wie das Ringen und ihre Freundschaft ihr Leben maßgeblich beeinflusst haben. Ein toller Film, nicht nur für Ringerfreunde.

In seinem Bericht ging Ralf auch auf die Erfolge des SBRV im Jahr 2023 ein, der auch in diesem Jahr wieder mit Abstand der beste Verband Deutschlands war. International konnten wir uns zwei Silber – und fünf Bronzemedaillen erkämpfen. Diese großartigen Erfolge sind nur möglich, wenn Vereine – Landestrainer und Verband gemeinsam die bestmöglichen Bedingungen schaffen. Durch den Weggang von Oli Hassler musste man sich auf die Suche nach einem neuen Landestrainer Baden-Württemberg machen. Alle freuen sich, dass Mario Sachs diese Aufgabe übernimmt.

Die Geschäftsstelle, die in die Jahre gekommen war, wurde renoviert und mit neuen Möbeln ausgestattet. Die nächsten Termine hat Ralf auch bereits im Kalender u.a. die Kampfrichter-Ausschusssitzung sowie die Delegiertenversammlung des DRB und ein Treffen mit der Firma Foldeak. Am 10. Dezember findet die Weihnachtsfeier des SBRV in Urloffen statt.
„Langweilig wird es sicherlich nicht, doch die vielfältigen Aufgaben machen auch sehr viel Spaß, auch weil die Zusammenarbeit mit den Vereinen sehr gut funktioniert“ … mit diesen Worten beendete Ralf seinen Bericht.

Sportreferent Matthias Brenn berichtete über die laufende Saison. Das Pilotprojekt Challenge in der Oberliga kommt sehr gut an. In der Oberliga steht der RSV Schuttertal souverän auf dem 1. Platz, in der Verbandsliga führt der ASV Freiburg 1885 die Liga an, in der Landesliga liefern sich der AV Germ. Hornberg und Lutte Selestat ein Kopf an Kopf-Rennen. Die Runde verläuft sehr harmonisch, bisher gab es nur 10 gelbe und keine roten Karten. Matthias teilte der Versammlung mit, dass der SBRV ab dem 10. November 23 die Regelungen der ARGE und des DRB übernehmen, dass künftig bei Hautveränderungen ein Attest vom Hausarzt ausreicht und nicht mehr zwingend das eines Hautarztes notwendig ist. Außerdem bat er die Vereine, darauf zu achten, dass ihre Waagen alle vier Jahre neu kalibriert werden müssen. Freundschaftskämpfe zwischen zwei Frauen, die zwei Vereine als Einlagekämpfe einbauen möchten, sind jederzeit in Abstimmung mit dem Kampfrichter in Eigenregie möglich, solange der Ablauf des Hauptkampfes eingehalten wird. Außerdem, so Matthias, sollen bitte alle Vereine die Kampfrichterbögen regelmäßig ausfüllen und an Sven Hilser weiterleiten. Insgesamt verläuft die Saison sehr gut und auch die Zusammenarbeit zwischen dem Verband und den Vereinen ist sehr harmonisch. Matthias bedankt sich bei allen für ihre großartige Arbeit, sein Dank gilt auch dem Präsidium für die tolle Zusammenarbeit. Er freut sich auch sehr darüber, dass die erfolgreichen Ringer:innen auch in diesem Jahr wieder im Rahmen der Weihnachtsfeier am 10. Dezember geehrt werden, entsprechende Einladungen werden verschickt.

Axel Asal bedankte sich bei den Vereinen, die sich bereit erklärt haben, 2024 die Südbadischen bzw. die Baden-Württembergischen Meisterschaften auszurichten, sie sind wichtig als Standortbestimmung für die Deutschen Meisterschaften.

Anschließend gab es einige Anregungen und Anfragen aus der Versammlung.

In der Bundesliga wird die 57kg Klasse abgeschafft. Auf Anfrage bestätigte Ralf Schick, dass dies derzeit keine Überlegung im Verband ist, da die Gewichtsklasse eine Einstiegsklasse für junge Sportler in den Männerbereich ist. Dennoch so Matthias Brenn, war es gerade die 57kg Gewichtsklasse, die in dieser Saison bei mehr als 50% aller nicht besetzten Kämpfe fehlte.

Ein Diskussionspunkt war die Idee, ob 8 oder 9 Mannschaften in einer Liga grundsätzlich ausreichend wären. Hier wurde kontrovers diskutiert. Sicherlich attraktiv für die Sportler, das ein oder andere Wochenende frei zu haben, sollte es doch – so die andere Meinung – das Bestreben sein, die Ligen mit 10 Mannschaften voll zu bekommen.

Auf die Frage, ob die handschriftlichen Punktezettel bei jedem Kampf im digitalen Zeitalter wirklich noch notwendig sind, wurde darauf aufmerksam gemacht, dass diese bei Rückfragen oder Protesten hilfreich sind. Die Idee, ab dem kommenden Jahr anstatt für jede Gewichtsklasse einen Zettel auszufüllen, nur noch einen Zettel für alle Ringer eines Abends zu verwenden, fand großen Anklang.

M. Ketterer vom VfK Mühlenbach bedankte sich für die tolle Arbeit des Verbandes und für die sehr gute Zusammenarbeit, der Applaus der Vereine bestätigte das Präsidium, seine Arbeit so fortzuführen.

Diskutiert wurde über das Thema Jugendländerpokal vs. Jugendliga. Es sollte das Bestreben sein, wieder mindestens sechs Jugend-Mannschaften in eine Liga zu bekommen. Ebenfalls diskutiert wurde über das Thema Sonderstatus für Asylanten. Auch hier gibt es sehr unterschiedliche Meinungen in den Vereinen. Ausländerkinder- und Jugendliche, die unter 14 Jahre einen Ringerpass bekommen, benötigen keine Sonderlösung und werden „rechtlich“ wie Deutsche behandelt.

Klaus Riesterer freute sich, dass wieder Schulturniere geplant sind.

Mario Sachs informierte die Vereine über das Thema „RIKA Abzeichen als Voraussetzung für Deutsche Meisterschaften“.

Dorothea Oldak bedankte sich bei allen Vereinen für ihre gute Pressearbeit und die Arbeit in den sozialen Medien, die dem Ringkampfsport nur helfen kann.

Klaus Armbruster stellte Neues aus der Liga-Datenbank vor. Künftig können Vereinsverantwortliche, die bei RINGO angemeldet sind, ihre Teilnehmer an Turnieren online eingeben und auch sehen, welche Vereine schon gemeldet haben. Bei Fragen dazu steht Klaus gerne zur Verfügung.

Ralf Schick bedankte sich bei allen Anwesenden und beim Präsidium für die sehr gute Technische Tagung und wünscht allen Vereinen noch einen guten Verlauf der Saison.

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Donnerstag, Juli 25, 2024

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