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13.05.21 (DO): Klaus Blank beendet seine Ära als Jugendreferent beim DRB und SBRV. Mit dem Verbandstag des SBRV endete die Ära von Jugendreferent Klaus Blank (Radolfzell) nach 42 Jahren. Im Herbst ist auch beim Deutschen Ringerbund Schluss. Da war der gebürtige Lahrer 40 Jahre im Jugendausschuss aktiv, die vergangenen 24 Jahre als Jugendreferent. Einstimmig wurde der Antrag von Präsident Ralf Schick angenommen, Klaus zum neuen Ehrenmitglied des SBRV zu ernennen. 

Mit Lothar Herzog sprach Klaus Blank über die Beweggründe und das Ehrenamt.

Welche Gründe waren ausschlaggebend, gerade jetzt einen Schlussstrich bei beiden Verbänden zu ziehen?

Das hat sich so ergeben. Nachdem ich beim DRB vor vier Jahren Schluss machen wollte, hat mich das geschäftsführende Präsidium gebeten, nochmals eine Wahlperiode dran zu hängen, weil auch meine beiden Stellvertreter im DRB-Jugendausschuss noch nicht in die Verantwortung treten wollten. So blieben wir im Jugendausschuss das gleiche harmonierende Team. Harmonie ist eine ganz wichtige Voraussetzung eines ehrenamtlichen Gremiums. Und die harmonische Zusammenarbeit im Präsidium war auch der Grund, dass ich in Südbaden so lange ehrenamtlich tätig war.

Was hat Dich an der Arbeit so gereizt?

Das Amt des Jugendreferenten ist eine abwechslungsreiche, spannende und fordernde Aufgabe. Die Arbeit mit jungen Leuten hält einen selbst jung, fordert einen und gibt einem viel zurück. Die sportliche und menschliche Entwicklung junger Menschen positiv zu begleiten, ist einfach schön und interessant.

Wird Dir jetzt nicht etwas fehlen?

Natürlich, aber ich werde mich ganz gewiss nicht von unserer wunderbaren Sportart Ringen verabschieden, sondern ihr nach wie vor als Zuschauer, treuer Fan, Ratgeber (wo gewünscht) und Unterstützer verbunden bleiben.

Du warst auf unzähligen Deutschen Jugend-Meisterschaften dabei. Gibt es eine, an die du dich besonders gerne erinnerst?

Da gibt es sehr, sehr viele, an die ich mich besonders gerne erinnere. Es ist für mich immer wieder erstaunlich, mit wie viel Engagement und Herzblut Vereine »ihre« DM ausrichten. Nahezu alle Ausrichtervereine achten darauf, irgendwo einen besonderen Glanzpunkt zu setzen, um sich und den Athleten eine besondere Erinnerung zu ermöglichen. Einfach toll.

Und welches Ereignis möchtest du am liebsten nicht erlebt haben?

Ich kann mich zum Glück an keines erinnern.

Landauf, landab haben Vereine und Verbände immer größere Schwierigkeiten, Nachfolger im Ehrenamt zu finden. Sowohl beim SBRV als auch im DRB gibt es für deinen Posten mehrere Bewerber, warum?

Glücklicherweise ist es dieses Mal so. Das hängt nicht zuletzt mit den Aufgaben des Jugendreferenten zusammen. So hat man in Zusammenarbeit mit den Vereinen, den Stützpunkt- und Landestrainern einen großen Gestaltungsspielraum.

Die Corona-Pandemie setzt dem Ringkampfsport sehr zu. Inwieweit hat sie der Ringerjugend geschadet?

Die Corona-Pandemie ist eine Katastrophe für den Sport. Aber ich bin davon überzeugt, wenn die Hallen und Sportstätten wieder geöffnet werden, sind unsere jungen Athleten in kürzester Zeit auf der Matte. Die meisten sind heiß darauf. Ich denke, dass uns nur wenige abspringen werden. Wenn wir uns um sie und weitere Kinder und Jugendliche besonders bemühen, werden wir auch erfolgreich sein.

Das Ringen wird in der breiten Öffentlichkeit als Randsportart bezeichnet. Was müsste sich ändern, um dieses Klischee loszuwerden?

Leider haben auch heut zutage noch viele Leute eine total falsche Vorstellung von unserer wunderbaren Sportart Ringen. Als Wettkampfleiter bei Deutschen Jugendmeisterschaften stellte ich immer wieder fest, wie erstaunt Ehrengäste waren, die vorher noch nichts mit dem Ringen zu tun hatten und wie fair und diszipliniert es bei uns Ringern auf der Matte zugeht. So sind beispielsweise alle Griffe verboten, die den Gegner verletzen könnten. Ringen fördert und lehrt Beweglichkeit, Kraft, Schnelligkeit, Reaktionsfähigkeit, Disziplin, Respekt, Selbstvertrauen und Teamgeist. Auch beim Ringen und Raufen in Kindergärten und Grundschulen stellen Eltern und Lehrer immer wieder fest, welche positive Wirkung Ringen und Raufen auf das Verhalten ihrer Kinder hat. Hier müssen wir ansetzen, um unser Image langfristig zu verbessern und diese Art Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben.

Gibt es außer Ringen noch andere Sportarten, für die du dich begeisterst?

Ja, Sport interessiert mich allgemein. Insbesondere fasziniert mich Handball wegen seiner Schnelligkeit und Dynamik sowie Leichtathletik aufgrund ihrer Vielseitigkeit. Daneben fahre ich sehr gerne Ski und hoffe, diesen Sport noch lange ausüben zu können.

 

Lieber Klaus, der gesamte SBRV wünscht Dir alles erdenklich Gute und vor allem Gesundheit und noch viele tolle Ringerreisen auch über die südbadischen Landesgrenzen hinaus. Wir bedanken uns für Dein unfassbar großes Engagement über Jahrzehnte für die Ringerjugend und freuen uns schon heute auf das nächste Wiedersehen.

Foto privat: Klaus im Josemite Nationalpark, im Hintergrund der El Capitan,
ein Ausflug während der WM 2015 in Las Vegas

2021 Blank Klaus

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