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Bernd Vollmer beendet seine Kampfrichter-Karriere

03.09,20; 32 Jahre war Bernd als Kampfrichter national und international für den SBRV und DRB im Einsatz. Der SBRV bedankt sich von ganzem Herzen bei Bernd für seinen jahrzehntelangen großartigen Einsatz und sein Engagement für das Ringen. Als Kampfrichter verlässt er die Bühne, als Freund bleibt er uns erhalten. Wir wünschen Bernd alles erdenklich Gute für die weitere Zukunft und wir sind uns sicher, dass wir uns bei dem ein oder anderen Kampf wiedersehen!

Vielen Dank an Marc Faltin (Baden Online) für den sehr schönen Bericht über Bernd:

Nach 32 Jahren als Mattenleiter beendet Bernd Vollmer vom VfK Mühlenbach diese Ära – mit 68 internationalen Einsätzen in 24 Ländern und rund 815 Einsätzen auf nationaler und regionaler Ebene.

International im Januar in Nizza beim „Grand Prix“ von Frankreich, national im Finale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften zwischen Burghausen gegen Köllerbach sowie im Februar bei den Südbadischen in Owingen: Mit diesen unterschiedlichen drei Einsätzen endete für Bernd Vollmer eine lange Zeit als Mattenleiter auf der Ringermatte, insgesamt 32 Jahre. Ohne die Corona-Pandemie wären zum Abschluss noch Deutsche Meisterschaften hinzu gekommen sowie im Juni die Europameisterschaften in Skopje/Mazedonien. Dann hätte der gebürtige Haslacher in Diensten des VfK Mühlenbach auch so den Schlussstrich unter diese Ära gezogen.

„Eine sehr schöne Zeit“

„Es war eine sehr schöne Zeit, die ich nicht missen möchte“, so der 57-Jährige, der einst für seinen Heimatverein KSV Haslach bis zur 2. Bundesliga Südwest in der damaligen Gewichtsklasse bis 48 Kilo kämpfte, bevor es ihn aus privaten Gründen zum Nachbarverein zog. Als Mattenleiter „habe ich in diesen 32 Jahren auch viele Freunde gewonnen, musste allerdings viel an Freizeit investieren“, so der Abteilungsleiter der OP-Ambulanz in Wolfachs Krankenhaus: „Besonderer Dank gilt meinen Vorbildern Manfred Baumann und Freddy Albrecht sowie meiner Ehefrau Afra und unseren beiden Kindern für ihr Verständnis.“

Angesprochen auf die größten drei Highlights seiner Karriere als Mattenleiter, sagt er: „Mein erster Bundesliga-Kampf zwischen Weingarten und Aalen am 1. November 2000, dann im September 2012 die Weltmeisterschaften in Thailand und 2013 das DM-Finale zwischen Köllerbach und Mainz mit einem dramatischen Ende vor 1500 Zuschauern.“ Vollmer war seit 2003 mit Premiere bei einem großen Turnier in Sidlice/Polen auch auf internationalen Ringermatten mit der Pfeife in seinem Element – 68 Mal, davon acht Mal bei Weltmeisterschaften und sechs Mal bei Europameisterschaften, in 24 Ländern. Mazedonien wäre im Juni sein 25. Land gewesen. „National sind es rund 815 Einsätze“, so Vollmer, „zwei Ringer haben mich übrigens über all die Jahre begleitet, Konstantin Schneider und Adam Juretzko.“ In guter Erinnerung bleibt auch die Ringer-WM der Junioren in Tallinn, wo vor rund einem Jahr Patrick Neumaier vom KSV Hofstetten mit Silber im Limit bis 97 Kilo für Furore sorgte. Er erkämpfte die einzige Medaille für den Deutschen Ringer-Bund (DRB). Vollmer, der zu den 17 DRB-Mattenleitern mit internationaler Lizenz gehörte, war damals ebenfalls im Einsatz und beeindruckt von Neumaiers Auftritten.

„Challenge“ bleibt Thema

Darüber hinaus schaute er viele Kämpfe mit deutscher Beteiligung an. Aus Sicht eines Ringer-Fans oder Mattenleiters? „In erster Linie als Fan, doch ich habe immer Blickkontakt zum Bundestrainer“, erklärte Vollmer. Denn es gehe auch darum, ob dieser die „Challenge“ fordert, die es seit einigen Jahren gibt. Sie erlaubt dem Trainer, im Namen des Ringers das Kampfgericht zum Videobeweis aufzufordern. Jeder Ringer hat Anspruch auf eine Challenge pro Kampf. Ändert die Jury nach Betrachtung die Entscheidung des Mattenleiters, so kann die Challenge ein weiteres Mal während des Kampfs genutzt werden. Ansonsten verliert der Ringer seine Challenge und sein Gegner erhält einen technischen Punkt. Viele Änderungen im Ringkampfsport begleiteten ebenfalls die lange Mattenleiter-Karriere von Vollmer, der künftig in Südbaden noch etwas aushilft als Video-Schiedsrichter im Bereich der besagten „Challenge“ – eine zukünftige kleine sportliche Herausforderung.

2020 Abschied Vollmer Bernd

2013 beim denkwürdigen DM-Finale: Mattenleiter Bernd Vollmer (Mitte) mit Antonio Silvestri (links), dem damaligen Mattenpräsidenten und heutigen Kampfrichter-Chef, sowie Michael Faller (rechts), der drei Jahre später knapp den Vorzug vor Vollmer erhielt, bei den Olympischen Spielen in Rio dabei zu sein.

 

 

 

 

 

 

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