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Corona Sportstätten-Verordnung

26.05.2020: Am 22.Mai hat die zuständige Ministerin des Landes Baden-Württemberg die Corona-Verordnung Sportstätten weiter konkretisiert. Seit dem 11.05.2020 ist bekanntlich kontaktloses Training unter freiem Himmel unter strengen Auflagen wieder erlaubt. Viele von Euch warten sehnsüchtig darauf wieder in die Halle zu können.

Ab dem 02.06.2020 ist es soweit – dann tritt die neue Verordnung in und die alte außer Kraft. Dies bedeutet nach § 4 (2) Nr. 15a der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württembergs, dass der Betrieb von Sportanlagen und Sportstätten wieder gestattet ist (hierzu zählt z.B. auch der Betrieb von Sekretariat/Toiletten). Details regeln jeweils spezifisch verschiedene Einzelverordnungen, so z.B. für die Gastronomie, den Einzelhandel, den Spitzensport oder für die Sportstätten. Letztere ist für Euch im Vereinsbetrieb maßgebend. Ich habe die Corona-Verordnung Sportstätten als Anlage zur Durchsicht beigefügt und sende Euch zusammengefasst die aus meiner Sicht wesentlichen Eckpunkte. Wichtig und vorab: Training mit Körperkontakt ist weiterhin untersagt. Eckpunkte:

1. Kein direkter Körperkontakt erlaubt; Mindestabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten

2. Hochintensive Ausdauerbelastungen sind in geschlossenen Räumen untersagt Die Ministerin hat dies am gestrigen Tage dergestalt konkretisiert dass sich Sportler über einen längeren Zeitraum nicht an oder über der anaeroben Schwelle bewegen dürfen. „Der längere Zeitraum“ ist jedoch nicht näher rechtlich definiert oder durch sie bestimmt worden. Als anaerobe Schwelle oder Laktatschwelle gilt die höchstmögliche Belastungsintensität.

Meines Erachtens sollten daher auch gewisse Konditions- und Beweglichkeitseinheiten ohne größere Schwierigkeiten durchführbar sein.

3. Es darf nur individuell oder in Gruppen von maximal 10 Personen trainiert werden (je Person mindestens 40 qm). Hier differenziert sich die neue Auslegung von der alten Verordnung (5 Personen auf 1000 qm). Dies ist insofern positiv zu werten, da die meisten Trainingshallen deutlich kleiner sind als ein Fußballplatz. Was bedeutet das für die Praxis: Bei einem Standortwechsel (z.B. Zirkeltraining) ist auf die Hallengröße und Teilnehmerzahl zu achten. Ggf. müssen die Trainingsteilnehmer aufgeteilt werden. Wenn der individuelle Standort beim Training beibehalten wird reduziert sich die vorgegebene Fläche auf 10 qm (z.B. es wird durch den Sportler ausschließlich auf einer eigenen kleinen Matte trainiert). Dann gilt auch nicht mehr die Höchstgrenze für 10 Trainingsteilnehmer.

4. Benutzte Sport- und Trainingsgeräte sind nach jeder Benutzung sorgfältig zu reinigen und zu desinfizieren D.h. bei einem Training mit Standortwechsel der Sportler, typisch beim Zirkel, muss nach einem Wechsel Sport- und Trainingsgerät anschließend gesäubert werden. Wurfübungen mit dem „Billy“ sind nicht verboten; auf Reinigung achten.

5. Kontakte außerhalb der Trainings- und Übungszeiten beschränken; Ansammlungen im Eingangsbereich sind untersagt Dies wird sich in der Praxis nach längerer Abstinenz natürlich nicht überall umsetzen und kontrollieren lassen; der gesunde Menschenverstand wird dies in den meisten Fällen aber selbsterklärend lösen. Ich denke, dass eine vorherige Sensibilisierung durch die Trainer wichtig und gut wäre. Auch sollten als Empfehlung unterschiedliche Ein- und Ausgänge markiert werden. Ggf. sollte, wo dies umsetzbar ist, die Tür während des Trainings geöffnet bleiben, so dass möglichst wenige Türgriffe und Türklinken berührt werden müssen.

6. Keine Nutzung von Duschräumen und Umkleiden Grundsätzlich keine Veränderung zur „alten“ Verordnung. Die Trainingsteilnehmer kommen fertig umgezogen mit Sportschuhen zur Halle. Die Ringerschuhe sollten aus hygienischen Gründen jedoch erst in der Halle angezogen werden.

7. Verantwortliche Person und Erhebung von Nutzerdaten Zum Zwecke der Kontaktverfolgung für Gesundheitsamt und Ortspolizei ist wieder eine verantwortliche Person zu benennen. Letzteres ist bei Euch Stadt/Gemeinde.

Der Logik folgend wird dies wohl vor Ort Aufgabe des Trainers sein, da dieser ohnehin die Trainingsliste führt. Weiterhin sind Name und Vorname des Trainingsteilnehmers mit Adresse oder Telefonnummer sowie Datum des Trainings festzuhalten. Die Daten sind für vier Wochen zu speichern. Sportler, die hiermit nicht einverstanden sind, dürfen auch nicht am Training teilnehmen. Anders als z.B. in den Gaststätten muss hier nicht jedes Mal gesondert ein Formular ausgefüllt werden, das ist lt. Verordnung nicht nötig (= Benennung verantwortliche Person).

Den Vereinen empfehle ich nach Rücksprache in Euren Vorständen der Stadt/Gemeinde einen Ansprechpartner zu benennen, der im Infektionsfalle schnell die Trainingslisten zur Kontaktermittlung weiterleiten kann. Hoffen wir, dass Ihr das alle nicht braucht. Ihr solltet ebenfalls darauf achten, dass die Sporthallen gut gelüftet sind und insbesondere lokal bewerten, ob z.B. beim Bambini-Training auch tatsächlich Abstandsregelungen eingehalten werden können. Wo hier das Bauchgefühl tendenziell eher ein „Ungutes“ ist, so bitte mit Jugendtrainern und Eltern offen kommunizieren und im Zweifel eher auf das Training verzichten. Aber das könnt ihr vor Ort sehr viel besser bewerten.

Sollten z.B. Eltern im Training Verstöße gegen das Kontaktverbot der Ortspolizei melden, so liegt dann eine bußgeldbehaftete Ordnungswidrigkeit vor. Ihr solltet also die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs gerade im Jugendbereich gut vorbereiten. Persönlich freue ich mich, dass nach vielen Gesprächen und gefühlt beinahe wöchentlichen „Bohrens“ als Bürgermeister, Kreis- und Regionalrat auf Ebene der Landespolitik sich nun endlich etwas für den Hallensport und damit auch für das Ringen bewegt hat. Andererseits zeigen Euch die vorgenannten Restriktionen, dass wir noch weit davon entfernt sind, unserem geliebten Kontaktsport wieder in gewohnter Weise nachgehen zu können. Ich rechne damit, dass dies noch eine ganze Weile so bleiben wird. Lokal verantwortlich sind in der Umsetzung Eure jeweiligen Städte/Gemeinden. Sollten sich hierbei Fragen oder Schwierigkeiten ergeben, so dürft Ihr Euch gerne an mich wenden. Herzliche Grüße und bleibt gesund!

Verordnung des Kultusministeriums und des Sozialministeriums über Sportstätten (Corona-Verordnung Sportstätten – CoronaVO Sportstätten) Vom 22. Mai 2020

Martin Aßmuth
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